Kennen Sie LUCA?

LUCA ist Ihr Urururgroßvater. Na gut, sie müssen noch einige „ur“ hinzufügen, und ob es ein Großvater oder eine Großmutter war, darüber kann man streiten. Auf jeden Fall sind Sie ein Nachkomme von LUCA.

Wer ist LUCA? „LUCA“ heißt mit vollem Namen: last universal common ancestor. Auf Deutsch: Letzter gemeinsamer Vorfahre, und zwar allen Lebens. Mit LUCA fing das Leben an – und darüber etwas zu wissen, ist hochinteressant. „Kennen Sie LUCA?“ weiterlesen

IQ oder Marshmellows – was ist wichtiger für Ihren Erfolg?

Jahrzehntelang war man der Ansicht, dass ein hoher IQ Garant für ein erfolgreiches Leben ist. Wer intelligent ist, hat Erfolg, so die Gleichung. Beispiele dafür gibt es genug – aber leider auch für das Gegenteil. Lewis Terman, der Erfinder des IQ-Tests war zunehmend verstört, weil er erkennen musste, dass eine hohe Zahl der Schüler mit dem höchsten IQ später niedrigen Tätigkeiten nachgingen oder sogar als Versager oder Kriminelle abgestempelt wurden. „IQ oder Marshmellows – was ist wichtiger für Ihren Erfolg?“ weiterlesen

Brexit, IS & Co: Geburtswehen einer planetaren Zivilisation

Man kann die Entwicklung der menschlichen Zivilisation in verschiedene Stufen einteilen. Wir erleben gerade den Übergang in eine neue Stufe – mit allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen, Fortschritten und Ängsten.

In der Steinzeit gab es die Familie/den Stamm, die „Produktion“ bestand aus Jagen und Sammeln, und die Kommunikation beschränkte sich auf das Sprechen. Es folgte die Stufe der Stadtstaaten/Königreiche mit Ackerbau, Viehzucht und Schrift. Dann kamen die Nationalstaaten mit industrieller Produktion und Buchdruck/Telefon. Die älteren Leser dieses Blogs (und auch ich) haben die letztgenannte Stufe unserer Zivilisation noch in Reinform erlebt – aber diese Zeit ist vorbei. Über Internet kommunizieren wir weltweit in Echtzeit, ob Sie diese Zeilen in Deutschland lesen oder irgendwo auf der Welt, spielt keine Rolle mehr. Genauso ist das Gerät, auf dem Sie diese Sätze sehen, ein Produkt einer weltweiten Zivilisation. In jedem Computer, Tablet oder Handy stecken tausende Patente von Wissenschaftlern oder Unternehmen auf der ganzen Welt. Kein Unternehmen und kein Land kann moderne Technik herstellen, ohne auf Kenntnisse und Produkte von anderen zuzugreifen. „Brexit, IS & Co: Geburtswehen einer planetaren Zivilisation“ weiterlesen

Hallo, liebe Designer-Babys

„Machen wir die Augen blau oder braun?“

„Blau passt besser zu den blonden Haaren, die wir ausgesucht haben.“

„Okay, aber dann machen wir die Nase etwas kleiner.“

„Hmm. Mehr als fünf Prozent höhere Intelligenz kostet extra.“

„Willst du etwa an unserem Kind sparen?“

So oder so ähnlich könnte eine Diskussion verlaufen, die zukünftige Eltern vor der Zeugung eines Babys führen werden. Nein, nicht in einem Science Fiction Roman und auch nicht im nächsten Jahrhundert. Früher. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie, lieber Leser, das noch erleben, ist ziemlich hoch. Sie sind skeptisch oder halten das für übertrieben? Mal sehen, ob Sie am Ende dieses Eintrags noch genauso denken 🙂 „Hallo, liebe Designer-Babys“ weiterlesen

Das Gotteswerkzeug heißt CRISPR/Cas9

Zugegeben, CRISPR/Cas9 ist kein Traumname, aber er lässt viele Wissenschaftler träumen und die dazugehörige Technologie wird unsere Welt ebenso verändern wie die Künstliche Intelligenz.

Was ist CRISPR/Cas9?
Es ist ein System, mit dem man gezielt, einfach und schnell DNA manipulieren kann. Bisher waren Genmanipulationen äußerst zeitaufwendig und zu einem großen Teil auch Glücksache, denn man konnte nicht wirklich steuern, wo der manipulierte Gen-Teil im Genom andockt. Deshalb musste man viele Manipulationen starten und dann herausfinden, welche den gewünschten Effekt hatte. Manchmal hat man einfach manipulierte Teile ins Genom geschossen und dann nachgesehen, wer ungefähr getroffen hat. Jetzt ist alles anders: Der CRISPR-Teil findet den zu manipulierenden Abschnitt im Gen, und dann schneidet der Cas9-Teil das Gen an dieser Stelle durch. So kann man gezielt Gensequenzen ausschalten, ganz herausschneiden und bei Bedarf auch durch andere ersetzen.

Schon bei der alten, umständlichen Methode wurden Milliarden in Genmanipulationen investiert, was wird jetzt passieren, wenn man tatsächlich effektiv manipulieren kann? Die Entdeckerinnen Emmanuelle Charpentier und Jennifer A. Doudna sind erst vergangenen März mit einem Wissenschaftspreis bedacht worden, aber weltweit stürzen sich tausende Wissenschaftler auf diese Technologie – denn sie gibt uns Menschen das Werkzeug in die Hand, das Leben auf unserem Planeten drastisch zu verändern.

Was könnte man mit CRISPR/Cas9 anstellen?

Es gibt Millionen Menschen, denen man heute nur beim Sterben zusehen kann, weil sie unter genetisch bedingten Krankheiten leiden. Denen könnte man helfen. Man schneidet die defekten Gensequenzen heraus oder schaltet sie ab. Aber auch andere Krankheiten kann man jetzt angehen: Eine einzige Injektion des CRISPR/Cas9-Systems könnte ausreichen, um jemanden lebenslang vor einer Herzattacke zu schützen (sagt ein Herzspezialist am Harvard Institut in Cambridge). Bei Versuchen mit Mäusen sank deren Cholesterinspiegel innerhalb weniger Tage um 35 bis 40 Prozent. (Gestatten Sie eine ketzerische Frage: Finden Sie Genmanipulationen immer noch schlecht? Oder spüren Sie den Sog der Versuchung?)

Mit Versuchen an Menschen muss man wegen der aufwendigen Zulassungsverfahren noch warten, aber wenn demnächst die Entscheidung ansteht „Mit hundertprozentiger Sicherheit sterben oder mit CRISPR/Cas9 eine Chance haben“, könnte alles schnell gehen.

Bei Tieren ist man schon weiter: Man arbeitet bereits an Moskitos, die gegen Malariaerreger immun sind und sie deshalb nicht übertragen können. Auch die Agrarkonzerne basteln fleißig an Lösungen, z. B. um einen Pilz zu besiegen, der weltweit Bananenstauden dahinrafft.

Also eine Supersache, die bei so vielen positiven Effekten garantiert eingesetzt werden wird. Womit man sich gleichzeitig die Werkzeuge schafft, um die wirklich schwerwiegenden Veränderungen vornehmen zu können. Machen Sie sich darauf gefasst, dass Ihre Kinder oder Enkel in Zukunft vor dem PC sitzen werden und ihre Kinder entwerfen. Utopie? Ferne Science Fiction? Wird niemals erlaubt werden? Es wird mit der gleichen Sicherheit kommen, wie man diese Technologie zur Heilung von Krankheiten einsetzen wird, und die jüngeren Leser dieses Blogs werden es noch erleben. (Weil das so wichtig ist, gibt es dazu einen eigenen Beitrag.)

 

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Schneller als Licht geht – mit einem Trick

„Nichts ist schneller als Licht.“ Weiß inzwischen jeder, und trifft sogar bei der „Spukhaften Fernwirkung“, der Quantenverschränkung, zu. (Siehe den vorigen Beitrag.) Aber es gibt einen Trick, wie man das Licht überholen kann. Der ist gegenüber dem Licht nicht ganz fair, aber das stört uns nicht wirklich.

Der Trick ist: Nicht mehr beschleunigen, um es zu überholen, sondern das Licht auszubremsen. Geht nicht? Doch, geht. Licht ist nämlich nur im Vakuum unüberholbar schnell. In Wasser oder Glas sieht das anders aus. Mit dem richtigen Material kann man Licht auf Fußgängergeschwindigkeit abbremsen.

Wenn Sie also den passenden Kristall auf Ihrem Küchentisch aufbauen würden und einen Lichtstrahl hineinschicken, dann können Sie bequem um den Tisch laufen und wären schneller am Ziel, als der Lichtstrahl. Sie dürften dann mit Fug und Recht behaupten, sie könnten sich schneller bewegen als Licht. Dass sie das Licht dabei ein bisschen behindert haben, müssen Sie ja nicht jedem auf die Nase binden 🙂

Nur eine Spielerei? Nein, denn diese Möglichkeit öffnet uns zwei hervorragende Perspektiven:

  1. Der Lichtstrahl in der Tasche.
    Vielleicht kennen Sie das Märchen von den Schildbürgern, die ein Rathaus ohne Fenster gebaut hatten. Um das Problem zu beheben, kamen sie auf die Idee, das Licht wie Wasser mit Eimern einzufangen und im Haus wieder rauszulassen. Was in diesem Fall natürlich nicht funktioniert, könnte in Zukunft gehen. Man kann einen Lichtstrahl nicht nur abbremsen, sondern komplett anhalten. Er steckt dann in dem Kristall fest. Man kann ihn aber wieder herauslocken, wenn man ihn mit einem anderen Lichtstrahl anschubst. Um ein Haus zu beleuchten gibt es natürlich bessere Methoden, aber mit einem Lichtstrahl kann man Informationen transportieren. Ein Passwort, ein Bild oder einen Film. Die könnte man quasi in einem Kristall parken und durch Anschubsen wieder hervorlocken. Noch ist dieses Verfahren zu aufwendig, aber vielleicht werden unsere Kinder einmal einen geparkten Lichtstrahl in der Tasche haben.
  2. Und doch noch schneller als das Licht.
    Ich gebe in dieser Hinsicht ja nicht auf 🙂
    Sicher, die Sache ist ein Trick und hebt die Obergrenze „Lichtgeschwindigkeit“ nicht auf. Aber besteht unsere Technologie nicht oft aus Tricks? „Metall ist schwerer als Luft, also kann Metall nicht fliegen“, ist doch auch eine unbestreitbare Wahrheit. Oder? Aber wenn man ein bisschen trickst, also das Metall geschickt verbiegt und dann beschleunigt, fliegt es plötzlich doch. Man nennt es dann „Flugzeug“. Das ist nämlich nicht viel mehr als geschickt gebogenes und beschleunigtes Metall. Und Sie fliegen dank dieser angewandten Tricks in Urlaub.
    Das Gesetz, dass Lichtgeschwindigkeit die schnellste mögliche Geschwindigkeit ist, gilt unbestritten – im Vakuum unseres dreidimensionalen Raums. Mathematiker und Physiker rechnen inzwischen aber mit mehr Dimensionen. Viele davon sind winzig klein, aber ich bin zuversichtlich, dass sich auf diesem Weg noch einiges „tricksen“ lässt. Wir haben nur noch nicht herausgefunden, wie wir die Sachen entsprechend „verbiegen“ müssen, damit sich unser „Metall“ nicht nur in die Luft erhebt, sondern das auch sehr sehr schnell tut.

 

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Wie schnell ist „gleichzeitig“?

Diese Frage hat mich mal sehr fasziniert und meine Phantasie angeregt – bis sie gestern geplatzt ist. Auch so etwas passiert bei Recherche.

Worum geht es? In der Welt der Quanten kann man Teilchen miteinander verschränken, das bedeutet, dass ihre Eigenschaften voneinander abhängig sind. Nehmen wir mal an, man nimmt ein energiegeladenes Lichtteilchen und macht daraus zwei schwache Lichtteilchen, die dadurch verschränkt sind. Jetzt schießt man eins davon auf den Mond, das andere behält man hier. Wenn man jetzt die Eigenschaften des Teilchens auf der Erde misst, nimmt das Teilchen auf dem Mond gleichzeitig die dazu passenden Eigenschaften an. (Das nennt man „instantan“. Das Wort steckt auch in „Instant-Kaffee“ = Sofort-Kaffee.) Es vergeht keine Zeit, bis das Teilchen auf dem Mond „weiß“, dass sich bei dem Teilchen auf der Erde etwas geändert hat. Irgendwie muss es das doch erfahren haben, denkt man.

Wer dieses Verhalten seltsam findet, ist übrigens in guter Gesellschaft. Selbst Albert Einstein hat darüber gestaunt und dazu gesagt: „Spukhafte Fernwirkung“. Wissenschaftler der Universität Genf haben ausgerechnet, dass die Teilchen mit mindestens 10.000facher Lichtgeschwindigkeit kommunizieren müssten – wenn sie denn miteinander kommunizierten.

Da bekommt die Science Fiction Autoren-Phantasie sofort Beine und denkt: Informationsübertragung schneller als Licht. Endlich!

Falsch gedacht und falsch gehofft. Damit auf diesem Weg Informationen übertragen werden können, muss man sie auf klassischem Weg (z. B. über Funk) abgleichen. Und das geht dann wieder nur mit Lichtgeschwindigkeit. Ärgerlich. So bekommt man die Grenze der Lichtgeschwindigkeit also nicht ausgetrickst. Aber vielleicht gibt es ja noch andere Möglichkeiten, diese Geschwindigkeitsbremse zu überlisten. So einfach gibt eine lebendige Phantasie (und der menschliche Forscherdrang) ja nicht auf.

Zeit ist eine seltsame Sache

Vorausgesetzt, bei der Geburt sind alle Körperteile gleich alt, welches ist dann Ihr jüngstes Körperteil? Ihr Füße. Warum? Weil die Zeit mit größer werdendem Abstand zur Erdoberfläche schneller vergeht.

Bedeutungslose Theorie? Falsch. Inzwischen gibt es optische Uhren, die bemerken, wenn sie zwei Zentimeter angehoben werden. Eben daran, weil sich die Geschwindigkeit der Zeit verändert hat. Das wird vollkommen neue Anwendungsbereiche eröffnen, z. B. bei Erdbebenvoraussagen, Landvermessung, … Vielleicht wird ein zukünftiger Architekt neue Gebäude mit Hilfe von GPS und Uhr vermessen. Einen weiteren Einsatzbereich verrate ich jetzt nicht, weil der in einem der nächsten Bücher vorkommen wird. Dann wäre ja die Spannung weg.

Auf jeden Fall dürfen sich alle, die sich immer wieder über die Entscheidungen der Leute aus „den oberen Etagen“ ärgern, trösten, dass „die da oben“ schneller alt werden 🙂 Wenn der Chef aber viel mit dem Flugzeug unterwegs ist, gilt das nicht, denn wer sich schnell bewegt, altert langsamer. Vielleicht hält Joggen ja auch aus diesem Grund jung: Wer sich bewegt, für den vergeht die Zeit langsamer, als für den, der nur rumsitzt. Möglicherweise hat das Jungbleiben durch Joggen aber auch noch andere Gründe, aber das ist ein neues Thema 🙂

Zeit erscheint uns gewöhnlich als normal. Jeder weiß doch, was das ist. Aber das ist nur so, weil wir so grob gestrickt sind. Je feiner unsere Uhren messen, desto erstaunlicher ist dieses Phänomen „Zeit“. Die besten Uhren sind jetzt so genau, dass sie eine Abweichung von weniger als einer Sekunde in 16 Milliarden Jahren haben! Eigentlich Wahnsinn.

 

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„Das Erbe der ersten Menschheit“ – Unsere Zukunftsaussichten als spannende Saga

Zwischendrin auch mal etwas in eigener Sache: Die Zukunftsthemen, mit denen ich mich fast täglich beschäftige, sind nicht nur ein nettes Hobby. Ich entwickele daraus Geschichten, in denen das, was heute in unseren Labors entwickelt wird, im Alltag vorkommt. Ganz aktuell ist das eine große Fortsetzungs-Serie unter dem Obertitel „Die erste Menschheit“.

Der Gedanke dahinter ist: Es gab schon einmal eine Zivilisation auf unserer Welt, die unserer heutigen Zivilisation um ein bis zwei Generationen voraus war. In der langen Geschichte unseres Planeten wäre das tatsächlich sogar möglich. Diese erste Menschheit erlebt quasi das als Alltag, was bei uns erst im Entwicklungsstadium ist.

Leider hatten sie Pech. Ein Meteoriteneinschlag nahe dem heutigen Yucatán hat nicht nur die Dinosaurier, sondern auch die erste Menschheit ausgelöscht. Aber sie haben in weiser Voraussicht ihre Genome konserviert (da sind wir selbst nicht weit von weg) und sogar den Inhalt ihrer Gehirne (können wir noch nicht, aber wir arbeiten dran). Dieses Erbe, inklusive der Technologie, aus den Genomen und Gehirndaten die Individuen wiederzuerwecken, wurde von den Menschen entdeckt. Und natürlich können wir es nicht lassen, erste Individuen wiederauferstehen zu lassen. Dadurch wird nicht nur die Vergangenheit unseres Planeten sehr lebendig. Auch all das, woran die menschlichen Wissenschaftler heute basteln, wird plötzlich zu erlebbarer Realität.

Dieses Szenario ist der Rahmen für eine spannende Geschichte, denn alles Gute, was uns der Fortschritt bringt, kann man auch anders einsetzen. Das Skalpell, das Leben rettet, kann man auch benutzen, um jemandem die Kehle durchzuschneiden.

Wer Lust hat, in diese spannende Geschichte einzusteigen und die nahe Zukunft der Menschen in seiner Phantasie jetzt schon zu erleben, hat jetzt eine hervorragende Gelegenheit. Der Band „Das Erbe der ersten Menschheit“ ist für ein paar Tage (bis Sonntag, 17.4.) als E-Book für nur 99 Cent zu bekommen.

Z.B. bei Amazon, Thalia, ebook.de, iTunes, aber auch in vielen anderen Shops. Greifen Sie zu!

Selbstfahrende Autos

Gerade schreibe ich an einem Kapitel, in dem selbstfahrende Autos vorkommen. Das sind coole Geräte. Als ich letztens müde auf der Autobahn im Stau stand, hätte ich mir gewünscht, die Augen schließen zu können, Musik zu hören – und am Ziel die Stimme des Autos zu hören: „Pling. Sie haben Ihr Ziel erreicht.“

Oder die Pendler jeden Morgen: Anstatt sich über die Drängler im Stadtverkehr zu ärgern, würde man die Zeitung lesen. Selbst einen Parkplatz müsste man nicht mehr suchen, denn das Auto würde einen vor der Firma aussteigen lassen und dann ab zum nächsten Kunden düsen.

Auch die Polizei würde sich freuen. Nein, nicht nur, weil die Autos alle Verkehrsregeln einhalten. Die Verbrecherjagd wäre so einfach: Man müsste nur das Stimmprofil eines Gesuchten in die Rechner der Autos einspeisen. Steigt dann der Richtige ein, macht es „Klack“, die Türen gehen zu – und das Auto liefert seinen Passagier direkt vor dem Präsidium ab.

Spätestens an dieser Stelle bekommt die Autoren-Phantasie Flügel. Ein Krimi-Autor denkt jetzt sofort an Entführer, die den Auto-Rechner hacken. Der bringt dann das Opfer ganz ohne Aufwand in ein sicheres Versteck. Nur dumme Verbrecher müssen noch raus auf die Straße.

Aber erst die Thiller-Autoren: Da wird auch der Fahrzeugrechner gehackt. Aber dann geht es nicht in ein Versteck, sondern auf einen Abhang zu. Uhh. Allein der Gedanke jagt einem eine Gänsehaut über den Rücken. In einem Auto zu sitzen, das weder Lenkrad noch Bremse hat. Und die Schlucht kommt näher – und das Auto gibt Gas!

Nein. Nein! Ich darf nicht weiterdenken! Ein Thriller ist jetzt nicht angesagt. Ich arbeite an einem neuen Science Fiction Buch – aber spannend darf das natürlich auch sein 🙂

 

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