Zeit ist eine seltsame Sache

Vorausgesetzt, bei der Geburt sind alle Körperteile gleich alt, welches ist dann Ihr jüngstes Körperteil? Ihr Füße. Warum? Weil die Zeit mit größer werdendem Abstand zur Erdoberfläche schneller vergeht.

Bedeutungslose Theorie? Falsch. Inzwischen gibt es optische Uhren, die bemerken, wenn sie zwei Zentimeter angehoben werden. Eben daran, weil sich die Geschwindigkeit der Zeit verändert hat. Das wird vollkommen neue Anwendungsbereiche eröffnen, z. B. bei Erdbebenvoraussagen, Landvermessung, … Vielleicht wird ein zukünftiger Architekt neue Gebäude mit Hilfe von GPS und Uhr vermessen. Einen weiteren Einsatzbereich verrate ich jetzt nicht, weil der in einem der nächsten Bücher vorkommen wird. Dann wäre ja die Spannung weg.

Auf jeden Fall dürfen sich alle, die sich immer wieder über die Entscheidungen der Leute aus „den oberen Etagen“ ärgern, trösten, dass „die da oben“ schneller alt werden 🙂 Wenn der Chef aber viel mit dem Flugzeug unterwegs ist, gilt das nicht, denn wer sich schnell bewegt, altert langsamer. Vielleicht hält Joggen ja auch aus diesem Grund jung: Wer sich bewegt, für den vergeht die Zeit langsamer, als für den, der nur rumsitzt. Möglicherweise hat das Jungbleiben durch Joggen aber auch noch andere Gründe, aber das ist ein neues Thema 🙂

Zeit erscheint uns gewöhnlich als normal. Jeder weiß doch, was das ist. Aber das ist nur so, weil wir so grob gestrickt sind. Je feiner unsere Uhren messen, desto erstaunlicher ist dieses Phänomen „Zeit“. Die besten Uhren sind jetzt so genau, dass sie eine Abweichung von weniger als einer Sekunde in 16 Milliarden Jahren haben! Eigentlich Wahnsinn.

 

Foto: © peshkova – Fotolia.com

 

2 Gedanken zu „Zeit ist eine seltsame Sache“

  1. Ist euch schon mal aufgefallen, dass es keine Gegenwart gibt? Wir erleben den Übergang von der Zukunft in die Vergangenheit als Gegenwart. Aber eigentlich ist ein Vorgang in der Zukunft oder er ist bereits Vergangenheit. „panta rhei“ 😉

    1. Wie lange dauert die Gegenwart? Denn wie du richtig schreibst, ist das, was ich gerade mache, im gleichen Moment auch schon Vergangenheit.

      Da haben sich schon viele, auch namhafte, Philosophen den Kopf darüber zerbrochen.

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